::: poetry in motion :::

Zwischen den Takes der „Groundlift to Heaven Party und Filmdreh“ habe ich denn noch ein paar Bilder gemacht.[sspdc album=14 style=matrix]

Modell ist Ivonne Resigkeit, Ihres Zeichens Bildhauerin und Künstlerin und ihre Website ist hier.

::: sparmassnahmen :::

Einige Leute aus dem Viertel wollten einige konstruktive Vorschläge zu den Sparmassnahmen machen. Hier ihr Sparkonzept:

Lieber Herr Bürgermeister Ahlhaus,

Wir – also engagierte Menschen des Gängeviertels, mit dem Sie in ihrer Antrittsrede so wohlfeil geworben haben – würden gerne unseren Teil leisten, um ihnen aus der Finanzmisere zu helfen:

1. Das Schauspielhaus kann gerne bei uns in der Theaterwerkstatt proben – vorausgesetzt es handelt sich um kleine Ensembles von maximal zwei Personen (für „Warten auf Godot“ also ideal). Die Aufführungen können in der „Fabrik“ im Erdgeschoss rechts stattfinden. Die maximal 50 Besucher, werden nach unserem ausgeklügelten „Theatrical Sharing System“ einzeln zur Spielstätte geleitet. Dadurch ist bei jedem Erlebnis-Event maximale Sicherheit und Effizienz gewährleistet. Dank dieser Maßnahmen entfallen die horrenden Kosten von 1,2 Millionen Euro für die Gebäude des Schauspielhauses. Und da Kost und Logis von uns übernommen werden, fallen auch die Personalkosten weg.

2. Die Exponate des Altonaer Museums würden wir nach einem ebenso ausgeklügelten „Timesharing-Prinzip“ in der „Puppenstube“ ausstellen, gelagert werden sie im Keller der „Druckerei“ neben den Drehsteifen, die ein sofortiges Einstürzen des Hauses verhindern. So etwas sorgt auch für die Sicherheit der Ausstellungsstücke, weil es die Diebe fernhält. Das Museum kann dann selbstverständlich geschlossen werden.

Sie sehen also: Bereits die simple Freigabe der Gebäude im Gängeviertel durch das Bauprüfungsamt würde diesen Rettungsplan verwirklichen.

Aber bitte erlauben Sie uns, noch einige weitere Vorschläge zu machen:

Verzichten Sie auf die Elbpromenade. So sparen sie auf einen Schlag 30 Millionen Euro, die frei wären für Wichtigeres. Zur Verdeutlichung: Die geplante Länge der Promenade beträgt 600 Meter. Der Zuschuss für das Schauspielhaus wären also 24 Meter – sagen wir: 120 Meter für fünf Jahre. Das ganze Gängeviertel würde ein bisschen mehr als die Hälfte kosten (350 Meter) und das Altonaer Museum bekommt die restlichen 130 Meter Geld. Somit wären diese Kostenpunkte alle abgedeckt. So einfach ist das.

Mit freundlichem Gruß,
Hilfsbereite Bürger aus dem Gängeviertel

::: gängeviertel geschlossen :::

Grade auf der Gängeviertelseite gefunden:

Kunst im öffentlichen Raum

Hallo werte Mitbürger,

Sie stehen draußen und kommen nicht rein?    Sie wundern sich?    Wir auch!

Seit August 2009 setzt sich die Initiative KOMM IN DIE GÄNGE für „ordnungsgemäße Zustände“ ein, indem wir den Leerstand beendeten und die Häuser winterfest gemacht haben.  Wir haben die Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich gemacht als Plattform für Kultur und Diskussionen über die Entwicklung der Stadt, als Ort der Produktion und Reflexion. Durch die dankenswerte Hilfe vieler HamburgerInnen, sowie Experten aus dem In- und Ausland ist so ein sinnvolles, notwendiges Stück Hamburg entstanden. Das Hamburger Bauprüfamt ist anderer Meinung und hat uns bis auf alle reinen Kunstausstellungen die weitere Nutzung untersagt. Unser Begriff von Kultur geht darüber jedoch weit hinaus.

Solidarisch schließen wir deshalb nun unsere Ausstellungen.


Keiner von uns und unseren Besuchern darf hier zu Schaden kommen, dafür haben wir immer Sorge getragen. Das Viertel befindet sich in ständiger Weiterentwicklung, die derzeitige Situation ist vorläufig. Wir haben bereits auf eigene Kosten Brand- und Schallschutzvorrichtungen installiert. Wir sind dabei, das Gängeviertel in einen „ordnungsgemäßen Zustand“ zu versetzen und bauliche Mängel zu beseitigen. Daran wollen wir weiter arbeiten – und das gerne in verständnisvoller Zusammenarbeit mit der Bauprüfbehörde.

Doch den Häusern bleibt nicht mehr viel Zeit.

Unser Nutzungskonzept steht. Wir warten.

Wir fordern die Bauprüfbehörde zu mehr Verständnis für unsere Situation und die Stadt Hamburg zu mehr Kreativität und zu aktiver Zusammenarbeit auf. Die Stadt Hamburg hat den Ermessensspielraum nicht kreativ genutzt sondern restriktiv interpretiert. Diese Denkstruktur der Hamburger Verwaltung auf andere kulturelle Flächen übertragen,würde in der Konsequenz bedeuten, die Dresdener Frauenkirche wieder zu einereingezäunten Ruine zurück zu bauen. Die Semperoper muss wieder Ochsenwiese werden, das Heidelberger Schloss wird sofort abgerissen, die Innenstadt von Lübeck geräumt und für jeden Publikumsverkehr geschlossen. An Lüneburg darf nur noch in 50 km Abstand vorbeigefahren werden und Quedlinburg wird sofort entkernt und anschließend mit Beton verfüllt – soweit es nicht abgerissen werden muss: Die Menschen sind umgehend anderweitig unterzubringen.

Die in der Studie der BSU geforderten „Kreativen Milieus“ werden in Hamburg als
Selbstbedienungsladen für die städtischen Verantwortlichen begriffen.
Kreativität besteht im Wesentlichen aber aus dem Dialog. Auch und gerade die Verwaltung ist hier aufgefordert einen konstruktiven Umgang zu kultivieren. Dass sie dazu in der Lage ist, können wir ja bei vielen Bauprojekten in Hamburg erkennen, wo der steingewordenen, kommerziellen „Kreativität“ kaum Grenzen gesetzt sind und die Menschen sich fragen, wie das denn überhaupt jemals genehmigt werden konnte.Wir lassen uns von dieser restriktiven, politischen Praxis nicht entmutigen….

Wir machen weiter!   Wir gehen in den öffentlichen Raum!

Jetzt kommen wir erst recht  in alle Gänge!

Quelle: Das Gängeviertel

::: gängeviertel :::

Ein bisschen verspätet, bin grad zu nix gekommen:
ca. 14 Tage alt:
So, nun ist die erste Hürde geschafft. Hanzevast ist rückabgewickelt. Doch wird es erst richtig schwierig. Die Stadt kann den Bürgern, die das Gängeviertel bisher ja gut fanden, nun verkaufen, das sie eine Unmenge Steuergelder rausrücken mussten. Jetzt hat der Bürger eine Erwartungshaltung an die Menschen des Gängeviertels, frei nach dem Motto ‚Ich hab ja nun per Steuer bezahlt, jetzt will ich was sehen‘. Das ist falsch, grundlegend falsch. Die Stadt hat ja diese zusätzlichen Kosten erst durch ihre verfehlte Stadtentwicklung entstehen lassen. Ein Gemeinwesen ist nicht als Unternehmen führbar, Städte wie Frankfurt und Hamburg die dieses ja seit dem Ende der 80er durchziehen, gehören infolgedessen zu den höchstverschuldeten Städten Deutschlands. Hier ist der Punkt an dem man weiter ansetzen muss. Die Rettung der Stadt vor sich selbst. Es geht nicht das eine desatröse Politik weitergeführt wird, nur um in einem Ranking irgendwo gut da zu stehen.

::: wir bleiben alle !! :::

Kundgebung am
ExBurgerkingStarbucksElbphilharmonieKulturcafé…
wo Stadtkultur erlebbar wird.

„WIR BLEIBEN ALLE*!“

Mittwoch 11.11.09 18:00 Uhr
Am Mönckebergbrunnen/Barkhof 1, 20095 Hamburg

Redebeiträge zu:
• Kulturkrise & Marke Hamburg
• Gängeviertel
• Recht auf Stadt
• Wohnraumkrise
• Freiräume

Bringt rote Laternen oder Kerzen mit – es ist Martinstag.
14 Uhr Workshop zum Mega-Laterne bauen im Gängeviertel.

Mit der Forderung nach „Recht auf Stadt“ solidarisieren wir uns mit Hamburger Initiativen wie No BNQ, Frappant, Rote Flora, Centro Sociale, GartenKunstNetz, Vorwerkstift, Rettet die Sternbrücke, Moorburgtrasse stoppen, Wasserturm-Ini, Kein IKEA, Zollhaus Elbtunnel, AKU-Wlhelmsburg, Mieterinitiative Elbtreppe, Hedonistische Internationale, Apfelbaum braucht Wurzelraum, u.v.a.

www.gaengeviertel.info
www.esregnetkaviar.de
www.rechtaufstadt.net