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	<title>LucitheR - der Teufel steckt im Detail &#187; Gentrifizierung</title>
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	<description>a different set of mind</description>
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		<title>::: der kampf um das leben in der stadt hamburg :::</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 16:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lucither</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gängeviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg ist keine Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg, meine Perle]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer bestimmt die Richtung in den städtischen Quartieren: Bürger oder Unternehmen?Nirgendwo ist der Kampf so heftig wie in Hamburg. weiter beim Abendblatt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer bestimmt die Richtung in den städtischen Quartieren: Bürger oder Unternehmen?Nirgendwo ist der Kampf so heftig wie in Hamburg.</p>
<p>weiter beim <a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/article1278516/Der-Kampf-um-das-Leben-in-der-Stadt-Hamburg.html">Abendblatt</a></p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" alt="" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=511b3124-c629-850d-ad3f-3cfcd71bd80b" /></div>
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		<title>:::  wir bleiben alle !! :::</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 23:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lucither</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gängeviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg ist keine Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg, meine Perle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://lucither.de/2009/11/09/wir-bleiben-alle/</guid>
		<description><![CDATA[Kundgebung am ExBurgerkingStarbucksElbphilharmonieKulturcafé&#8230;wo Stadtkultur erlebbar wird. &#8220;WIR BLEIBEN ALLE*!&#8221; Mittwoch 11.11.09 18:00 UhrAm Mönckebergbrunnen/Barkhof 1, 20095 Hamburg Redebeiträge zu:• Kulturkrise &#38; Marke Hamburg• Gängeviertel• Recht auf Stadt• Wohnraumkrise• Freiräume Bringt rote Laternen oder Kerzen m&#8230;it &#8211; es ist Martinstag.14 Uhr Workshop zum Mega-Laterne bauen im Gängeviertel. Mit der Forderung nach &#8220;Recht auf Stadt&#8221; solidarisieren wir ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="id_4af755a788f3f0208454059" class="text_exposed_root text_exposed">Kundgebung am <br /><span>ExBurgerkingStarbucksElbphilharmonieKult</span><wbr /><span class="word_break"></span>urcafé&#8230;<br />wo Stadtkultur erlebbar wird.</p>
<p>&#8220;WIR BLEIBEN ALLE*!&#8221;</p>
<p>Mittwoch 11.11.09 18:00 Uhr<br />Am Mönckebergbrunnen/Barkhof 1, 20095 Hamburg</p>
<p>Redebeiträge zu:<br />• Kulturkrise &amp; Marke Hamburg<br />• Gängeviertel<br />• Recht auf Stadt<br />• Wohnraumkrise<br />• Freiräume</p>
<p>Bringt rote Laternen oder Kerzen m<span class="text_exposed_hide">&#8230;</span><span class="text_exposed_show">it &#8211; es ist Martinstag.<br />14 Uhr Workshop zum Mega-Laterne bauen im Gängeviertel.</p>
<p>Mit der Forderung nach &#8220;Recht auf Stadt&#8221; solidarisieren wir uns mit Hamburger Initiativen wie No BNQ, Frappant, Rote Flora, Centro Sociale, GartenKunstNetz, Vorwerkstift, Rettet die Sternbrücke, Moorburgtrasse stoppen, Wasserturm-Ini, Kein IKEA, Zollhaus Elbtunnel, AKU-Wlhelmsburg, Mieterinitiative Elbtreppe, Hedonistische Internationale, Apfelbaum braucht Wurzelraum, u.v.a.</p>
<p><a href="www.gaengeviertel.info">www.gaengeviertel.info</a><br /><a href="www.esregnetkaviar.de">www.esregnetkaviar.de</a><br /><a href="www.rechtaufstadt.net">www.rechtaufstadt.net</a></span></div>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" alt="" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=fcb7d567-fd58-89c5-84e2-be8a84a4b9e6" /></div>
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		</item>
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		<title>::: gentrifizierung und protest :::</title>
		<link>http://lucither.de/2009/11/06/gentrifizierung-und-protest/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 15:33:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lucither</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gängeviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg ist keine Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg, meine Perle]]></category>
		<category><![CDATA[Polit(r)i(c)k]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine breite Front von Künstlern und Aktivisten wehrt sich in Hamburg gegen Luxusquartiere, Abriss von Altbauten und Vertreibung Unterprivilegierter aus dem Zentrum &#8211; selbst das Bürgertum hat sein Herz für Hausbesetzer entdeckt. Die Politik reagiert ratlos. Weiter: Der Spiegel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Eine breite Front von Künstlern und Aktivisten wehrt sich in Hamburg gegen Luxusquartiere, Abriss von Altbauten und Vertreibung Unterprivilegierter aus dem Zentrum &#8211; selbst das Bürgertum hat sein Herz für Hausbesetzer entdeckt. Die Politik reagiert ratlos.</p>
<p></strong></p></blockquote>
<p> Weiter: <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,659383,00.html">Der Spiegel</a></p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" alt="" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=44f81d5b-9739-8a5f-b629-4a231b85e405" /></div>
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		</item>
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		<title>::: klarstellung zu &#8216;not in our name&#8217; :::</title>
		<link>http://lucither.de/2009/11/03/klarstellung-zu-not-in-our-name/</link>
		<comments>http://lucither.de/2009/11/03/klarstellung-zu-not-in-our-name/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 16:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lucither</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg ist keine Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg, meine Perle]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Polit(r)i(c)k]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiterer Text: Am 29. 11. haben wir im Gängeviertel ein Manifest vorgestellt, in dem freie Kulturschaffende und Kreative Stellung zum Thema Gentrifzierung und Stadtentwicklung beziehen. Über den massiven Support freuen wir uns sehr. Aus den cirka 260 Erstunterzeichnerinne&#8230;n und -unterzeichnern sind mittlerweile über 2600 geworden – die Zahl der Unterstützer hat sich in sechs ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiterer Text:</p>
<blockquote><p>Am 29. 11. haben wir im Gängeviertel ein Manifest vorgestellt, in dem<br />
freie Kulturschaffende und Kreative Stellung zum Thema Gentrifzierung<br />
und Stadtentwicklung beziehen. Über den massiven Support freuen wir<br />
uns sehr. Aus den cirka 260 Erstunterzeichnerinne<span class="text_exposed_hide">&#8230;</span><span class="text_exposed_show">n und -unterzeichnern </span><br />
<span class="text_exposed_show">sind mittlerweile über 2600 geworden – die Zahl der Unterstützer hat </span><br />
<span class="text_exposed_show">sich in sechs Tagen verzehnfacht. Sehr in unserem Sinne ist, dass </span><br />
<span class="text_exposed_show">längst nicht mehr nur Menschen mit kreativen Berufen unterzeichnen. </span><br />
<span class="text_exposed_show">Schließlich haben wir unsere Rolle als „Kreative“ in Gentrifizierungs- </span><br />
<span class="text_exposed_show">und Aufwertungsprozessen thematisiert, um zu sagen: Die Stadt gehört </span><br />
<span class="text_exposed_show">allen. Wir beanspruchen keine hervorgehobene Stellung, wir kämpfen um </span><br />
<span class="text_exposed_show">Freiräume nicht anders als andere Einwohnerinnen und Einwohner dieser </span><br />
<span class="text_exposed_show">Stadt.</span><br />
<span class="text_exposed_show"> </span></p>
<p><span class="text_exposed_show">Deshalb halten wir es für notwendig, ein paar Missverständnissen </span><br />
<span class="text_exposed_show">vorzubeugen, die von politischer und von Medienseite an uns </span><br />
<span class="text_exposed_show">herangetragen werden. Das Manifest ist kein „Künstlermanifest“, kein </span><br />
<span class="text_exposed_show">„Aufschrei“ oder Forderungskatalog von sich vernachlässigt fühlenden </span><br />
<span class="text_exposed_show">Kreativen, die von Politikern an die Hand genommen werden möchten. Wir </span><br />
<span class="text_exposed_show">machen keine Lobbyarbeit damit und verwahren uns gegen Versuche, uns </span><br />
<span class="text_exposed_show">so zu interpretieren – mögen sie auch noch so wohlmeinend sein. All </span><br />
<span class="text_exposed_show">das steht zwar in „Not In Our Name, Marke Hamburg“ bereits deutlich </span><br />
<span class="text_exposed_show">drin, aber vielleicht muss man es nochmal und in Großbuchstaben sagen: </span><br />
<span class="text_exposed_show">WIR WOLLEN KEINE GÜNSTIGEN ATELIERS ALS ALIBI EINER STADT, DIE NUR FÜR </span><br />
<span class="text_exposed_show">DIE BESSERVERDIENENDEN DA IST.</span></p>
<p><span class="text_exposed_show">Insbesondere die GAL scheint „Not In Our Name, Marke Hamburg“ </span><br />
<span class="text_exposed_show">aufgeschreckt zu haben. In gleich zwei Presseerklärungen zum Manifest </span><br />
<span class="text_exposed_show">erklärt die GAL, sie begrüße unsere Kritik, weil sie „das Problem der </span><br />
<span class="text_exposed_show">Gentrifizierung“ selbst „erkannt und benannt“ habe und „intensiv an </span><br />
<span class="text_exposed_show">Antworten darauf“ arbeite. Ehrlich gesagt: Da lachen ja die Hühner. </span><br />
<span class="text_exposed_show">Die GAL hat den Bau der Vattenfall-Fernwärmeleitung durch St. Pauli </span><br />
<span class="text_exposed_show">und Altona durchgewunken und lässt den den dortigen Arme-Leute-Grünzug </span><br />
<span class="text_exposed_show">auf Kosten „nicht zukunftsfähiger“ Sozialwohnungen aufschicken. Die </span><br />
<span class="text_exposed_show">GAL unterstützt die Ansiedlung von Ikea in der Neuen Großen Bergstraße </span><br />
<span class="text_exposed_show">massiv und sorgt damit dafür, dass die letzte Arme-Leute-Fußgängerzone </span><br />
<span class="text_exposed_show">in der westlichen inneren Stadt verschwindet. Die GAL hat zwei Monate </span><br />
<span class="text_exposed_show">lang zur Besetzung des Gängeviertels geschwiegen, um nach der Zahlung </span><br />
<span class="text_exposed_show">durch den Investor zu vermelden, es länge jetzt „in seiner Hand zu </span><br />
<span class="text_exposed_show">entscheiden, welche Zukunft die Kunstschaffenden im Viertel haben.“</span></p>
<p><span class="text_exposed_show">Ein Wort noch zum Bürgermeister, der sich wünscht „dass diejenigen, </span><br />
<span class="text_exposed_show">die das unterschrieben haben, sich vorher geäußert hätten“: Zum </span><br />
<span class="text_exposed_show">Konzept der unternehmerischen Stadt und der Ideologie des </span><br />
<span class="text_exposed_show">meistbietenden Verhökerns  -in Hamburg eine Erfindung der SPD und </span><br />
<span class="text_exposed_show">heute der ganze Stolz der CDU- gibt es seit vielen Jahren meterweise </span><br />
<span class="text_exposed_show">kritische Artikel, Bücher und andere Publikationen. Eine </span><br />
<span class="text_exposed_show">Literaturliste senden wir gerne zu.</span></p>
<p><span class="text_exposed_show">Wer dem Manifest Forderungen ablauschen will, möge doch einfach die </span><br />
<span class="text_exposed_show">Solidaritätserklärung mit den diversen Initiativen und der Recht-auf- </span><br />
<span class="text_exposed_show">Stadt-Bewegung ernst nehmen, deren Forderungen wir uns zu eigen machen </span><br />
<span class="text_exposed_show">– unter anderem: Keine Moorburg-Trasse! Gängeviertel selbstverwaltet! </span><br />
<span class="text_exposed_show">Kein Ikea in Altona! BNQ stoppen! Bezahlbare Wohnungen überall in der </span><br />
<span class="text_exposed_show">Stadt! Keine Privatisierung öffentlicher Räume! Keine Vertreibung von </span><br />
<span class="text_exposed_show">Hartz- IV-EmpfängernInnen aus ihren Wohnungen! Freie Wohnortwahl für </span><br />
<span class="text_exposed_show">Flüchtlinge!</span></p>
<p><strong><span class="text_exposed_show">Ted Gaier, Melissa Logan, Rocko Schamoni, Peter Lohmeyer, Tino </span><br />
</strong><span class="text_exposed_show"><strong>Hanekamp und Christoph Twickel</strong> für die „<a href="http://www.buback.de/nion/">Not in Our Name, Marke </a></span><a href="http://www.buback.de/nion/"><br />
</a><span class="text_exposed_show"><a href="http://www.buback.de/nion/">Hamburg</a>“-Initiative</span></p></blockquote>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=211784b5-5b72-8e7e-86d0-7780263beed6" alt="" />EDIT: Quelle: <a href="http://centrosociale.breitaufgestellt.de/gentrifizierung/rechtaufstadt" target="_blank">http://centrosociale.breitaufgestellt.de/gentrifizierung/rechtaufstadt</a></div>
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		<title>::: not In our name, marke hamburg!:::</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 12:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lucither</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg ist keine Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg, meine Perle]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Polit(r)i(c)k]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gespenst geht um in Europa, seit der US-Ökonom Richard Florida vorgerechnet hat, dass nur die Städte prosperieren, in denen sich die &#8220;kreative Klasse&#8221; wohlfühlt. &#8220;Cities without gays and rock bands are losing the economic development race&#8221;, schreibt Florida. Viele europäische Metropolen konkurrieren heute darum, zum Ansiedelungsgebiet für diese &#8220;kreative Klasse&#8221; zu werden. Für Hamburg ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="letter">
<blockquote>
<p> Ein Gespenst geht um in Europa, seit der US-Ökonom Richard Florida vorgerechnet hat, dass nur die Städte prosperieren, in denen sich die &#8220;kreative Klasse&#8221; wohlfühlt. &#8220;Cities without gays and rock bands are losing the economic development race&#8221;, schreibt Florida. Viele europäische Metropolen konkurrieren heute darum, zum Ansiedelungsgebiet für diese &#8220;kreative Klasse&#8221; zu werden. Für Hamburg hat die Konkurrenz der Standorte mittlerweile dazu geführt, dass sich die städtische Politik immer mehr einer &#8220;Image City&#8221; unterordnet. Es geht darum, ein bestimmtes Bild von Stadt in die Welt zu setzen: Das Bild von der &#8220;pulsierenden Metropole&#8221;, die &#8220;ein anregendes Umfeld und beste Chancen für Kulturschaffende aller Couleur&#8221; bietet. Eine stadteigene Marketing-Agentur sorgt dafür, dass dieses Bild als &#8220;Marke Hamburg&#8221; in die Medien eingespeist wird. Sie überschwemmt die Republik mit Broschüren, in denen aus Hamburg ein widerspruchfreies, sozial befriedetes Fantasialand mit Elbphilharmonie und Table-Dance, Blankenese und Schanze, Agenturleben und Künstlerszene wird. Harley-Days auf dem Kiez, Gay-Paraden in St. Georg, Off-Kunst-Spektakel in der Hafencity, Reeperbahn-Festival, Fanmeilen und Cruising Days: Kaum eine Woche vergeht ohne ein touristisches Megaevent, das &#8220;markenstärkende Funktion&#8221; übernehmen soll. </p>
<p> Wir sagen: Aua, es tut weh. Hört auf mit dem Scheiß. Wir lassen uns nicht für blöd verkaufen. Liebe Standortpolitiker: Wir weigern uns, über diese Stadt in Marketing- Kategorien zu sprechen. Wir wollen weder dabei helfen, den Kiez als &#8220;bunten, frechen, vielseitigen Stadtteil&#8221; zu &#8220;positionieren&#8221;, noch denken wir bei Hamburg an &#8220;Wasser, Weltoffenheit, Internationalität&#8221;, oder was euch sonst noch an &#8220;Erfolgsbausteinen der Marke Hamburg&#8221; einfällt. Wir denken an andere Sachen. An über eine Million leerstehender Büroquadratmeter zum Beispiel und daran, dass ihr die Elbe trotzdem immer weiter zubauen lasst mit Premium-Glaszähnen. Wir stellen fest, dass es in der westlichen inneren Stadt kaum mehr ein WG-Zimmer unter 450 Euro gibt, kaum mehr Wohnungen unter10 Euro pro Quadratmeter. Dass sich die Anzahl der Sozialwohnungen in den nächsten zehn Jahren halbieren wird. Dass die armen, die alten und migrantischen Bewohner an den Stadtrand ziehen, weil Hartz IV und eine städtische Wohnungsvergabepolitik dafür sorgen. Wir glauben: Eure &#8220;wachsende Stadt&#8221; ist in Wahrheit die segregierte Stadt, wie im 19. Jahrhundert: Die Promenaden den Gutsituierten, dem Pöbel die Mietskasernen außerhalb. </p>
<p> Und deshalb sind wir auch nicht dabei, beim Werbefeldzug für die &#8220;Marke Hamburg&#8221;. Nicht dass ihr uns freundlich gebeten hättet. Im Gegenteil: uns ist nicht verborgen geblieben, dass die seit Jahren sinkenden kulturpolitischen Fördermittel für freie künstlerische Arbeit heutzutage auch noch zunehmend nach standortpolitischen Kriterien vergeben werden. Siehe Wilhelmsburg, die Neue Große Bergstraße, siehe die Hafencity: Wie der Esel der Karotte sollen bildende Künstler den Fördertöpfen und Zwischennutzungs-Gelegenheiten nachlaufen – dahin, wo es Entwicklungsgebiete zu beleben, Investoren oder neue, zahlungskräftigere Bewohner anzulocken gilt. Ihr haltet es offensichtlich für selbstverständlich, kulturelle Ressourcen &#8220;bewusst für die Stadtentwicklung&#8221; und &#8220;für das Stadt-Image&#8221; einzusetzen. Kultur soll zum Ornament einer Art Turbo-Gentrifizierung werden, weil ihr die die üblichen, jahrelangen Trockenwohn-Prozesse garnicht mehr abwarten wollt. Wie die Stadt danach aussehen soll kann man in St. Pauli und im Schanzenviertel begutachten: Aus ehemaligen Arbeiterstadtteilen, dann &#8220;Szenevierteln&#8221;, werden binnen kürzester Zeit exklusive Wohngegenden mit angeschlossenem Party- und Shopping Kiez, auf dem Franchising-Gastronomie und Ketten wie H&amp;M die Amüsierhorde abmelken. </p>
<p> Die Hamburgische Kulturpolitik ist längst integraler Bestandteil eurer Eventisierungs- Strategie. Dreissig Millionen Euro gingen an das Militaria-Museum eines reaktionären Sammlerfürsten . Über vierzig Prozent der Ausgaben für Kultur entfallen derzeit auf die &#8220;Elbphilharmonie&#8221;. Damit wird die Kulturbehörde zur Geisel eines 500-Millionen-Grabes, das nach Fertigstellung bestenfalls eine luxuriöse Spielstätte für Megastars des internationalen Klassik- und Jazz-Tourneezirkus ist. Mal abgesehen davon, dass die Symbolwirkung der Elbphilharmonie nichts an sozialem Zynismus zu wünschen übrig lässt: Da lässt die Stadt ein &#8220;Leuchtturmprojekt&#8221; bauen, das dem Geldadel ein Fünf-Sterne-Hotel und 47 exklusive Eigentumswohnungen zu bieten hat und dem gemeinen Volk eine zugige Aussichtsplattform übrig lässt. Was für ein Wahrzeichen! </p>
<p> Uns macht es die &#8220;wachsende Stadt&#8221; indessen zunehmend schwer, halbwegs bezahlbare Ateliers, Studio- und Probenräume zu finden, oder Clubs und Spielstätten zu betreiben, die nicht einzig und allein dem Diktat des Umsatzes verpflichtet sind. Genau deshalb finden wir: Das Gerede von den &#8220;pulsierenden Szenen&#8221; steht am allerwenigsten einer Stadtpolitik zu, die die Antwort auf die Frage, was mit städtischem Grund und Boden geschehen soll, im Wesentlichen der Finanzbehörde überlässt. Wo immer eine Innenstadtlage zu Geld zu machen ist, wo immer ein Park zu verdichten, einem Grünstreifen ein Grundstück abzuringen oder eine Lücke zu schließen ist, wirft die Finanzbehörde die &#8220;Sahnelagen&#8221; auf den Immobilienmarkt – zum Höchstgebot und mit einem Minimum an Auflagen. Was dabei entsteht, ist eine geschichts- und kulturlose Investoren-City in Stahl und Beton. </p>
<p> Wir haben schon verstanden: Wir, die Musik-, DJ-, Kunst-, Theater- und Film-Leute, die kleine-geile-Läden –Betreiber und ein-anderes-Lebensgefühl-Bringer, sollen der Kontrapunkt sein zur &#8220;Stadt der Tiefgaragen&#8221; (Süddeutsche Zeitung). Wir sollen für Ambiente sorgen, für die Aura und den Freizeitwert, ohne den ein urbaner Standort heute nicht mehr global konkurrenzfähig ist. Wir sind willkommen. Irgendwie. Einerseits. Andererseits hat die totale Inwertsetzung des städtischen Raumes zur Folge, dass wir – die wir doch Lockvögel sein sollen – in Scharen abwandern, weil es hier immer weniger bezahlbaren und bespielbaren Platz gibt. Mittlerweile, liebe Standortpolitiker habt ihr bemerkt, dass das zum Problem für euer Vorhaben wird. Doch eure Lösungsvorschläge bewegen sich tragischer Weise kein Jota außerhalb der Logik der unternehmerischen Stadt. Eine frische Senatsdrucksache etwa kündigt an &#8220;die Zukunftspotenziale der Kreativwirtschaft durch Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu erschließen&#8221;. Eine &#8220;Kreativagentur&#8221; soll zukünftig u.a. &#8220;Anlaufstelle für die Vermittlung von Immobilienangeboten&#8221; sein. Wer sich die Mieten nicht leisten kann, muss sich als &#8220;künstlerischer Nachwuchs&#8221; einsortieren lassen und bei der Kreativagentur um &#8220;temporäre Nutzung von Leerständen&#8221; ersuchen. Dafür gibt es sogar einen Mietzuschuss, allerdings nur, wenn &#8220;die Dringlichkeit des Bedarfs und die Relevanz für den Kreativstandort Hamburg&#8221; gegeben sind. Unmissverständlicher kann man nicht klarstellen, was &#8220;Kreativität&#8221; hier zu sein hat: Nämlich ein <i>profit center</i> für die &#8220;wachsende Stadt&#8221;. </p>
</blockquote></div>
<blockquote><p></p></blockquote>
<p>Quelle:&nbsp; <a href="http://www.buback.de/nion/index.php#signin">NION</a>&nbsp;&nbsp; hin und unterzeichnen!!</p>
<p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" alt="" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=ce23cc78-721f-8fb1-96a1-d064f96d5758" /></div>
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