::: blindfisch friedrich :::

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat dem Vorwurf widersprochen, dass die Sicherheitsbehörden bei Ermittlungen „auf dem rechten Auge blind“ vorgegangen seien. Er sagte am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin, rechtsextremistische Hintergründe würden immer mit geprüft. Der Vorwurf einseitiger Ermittlungen ist von Oppositionspolitikern im Zusammenhang mit der rechtsextremistischen Terrorserie erhoben.

Soso, leider spielen da die Tatsachen nicht so ganz mit, man denke an den Brand im Asylbewerberheim in Lübeck. Die Weisung vom damaligen Innenminister lautete, „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“, woraufhin die angetroffenen und Täterwissen offenbarenden Nazis ihres Weges geschickt werden. Und bei jeder Schlägerei werden die kurzhaarigen Spacken nur dann des rechten Spektrums zugehörig dokumentiert, wenn diese ein sichtbares Hakenkreuz tragen, auf die Stirn tätowiert zum Beispiel. Herr Friedrich möge einfach mal eine Netzrecherche starten, die ihm diesen Sachverhalt klar vor Augen führt…

Hier noch ein paar interessante Links:

Brandanschlag in Lübeck

 

Zunahme rechter Gewalt (also das ist nun ein längerer Prozeß, warum dann so überrascht, Herr Friedrich?)

Wanderausstellung Opfer rechter Gewalt

 

 

::: rechtsfreier raum :::

Endlich, nach dem Internet fällt der letzte rechtsfreie Raum der in Deutschland verblieben ist: die Kirchen. Nicht, das alle Missbrauchenden schon durch die weltliche Justiz bestraft wurden; nein das nicht. Aber immerhin muss auch ein Bischof nun die Bücher lesen über die er lügt:

Die Kirche ist kein rechtsfreier Raum

Zu dumm, das es für die Missbrauchsopfer nicht gilt.

::: geplatzte hutschnur :::

Bei einer solchen Schlagzeile denke ich nur noch: Nieder mit der Journaille!!

„Auch in einem christlichen Umfeld kann Extremismus entstehen“, wie bescheuert ist das denn?!?
Das ist wohl klar und muss nicht als überraschende und vor allem relativierende Erkenntnis verkauft werden.
Man denke nur an den Pietcong.

Diese Schlagzeile stammt leider aus der Zeit. Wäre zu wünschen gewesen sie hätten ‚Extremismus gibt es überall‘ geschrieben. oder wengistens das ‚Auch‘ weggelassen

::: uhl und andere vollpfosten :::

Wenn man das jetzige Panikgeschwafel der CDU/CSU, ihre faktenresistente Angstpolitik und ihr durch Parteispendenaffäre(n) und Plagiate illustriertes Rechtsverständnis ala „Die Gesetze die wir machen, gelten nicht für uns“ zusammennimmt…. mag ich mir gar nicht vorstellen, was dabei rauskommt…

hier ein paar Links:

http://blog.zdf.de/hyperland/2011/07/selbstmord-des-rechtsstaates/ 

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-07/norwegen-attentat-politik-deutschland

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,776550,00.html